Zubereitungsarten
von Kaffee

Dein perfektes Kaffeeerlebnis hängt von einigen Einflussgrößen ab. Dazu zählen: Ursprung und Kaffeesorte, Röstgrad, Frische, Mahlgrad, Härtegrad des Wassers und dessen Temperatur, sowie die Zubereitungsart.

Hier stellen wir Dir fünf gängige Varianten etwas näher vor. 

Handfilter

Zubereitungsart Handfilter
Geschmack

Der Handfilter ist die klarste Art, Kaffee zu verstehen.

Das Papier filtert die Öle heraus, was einen sauberen, transparenten Kaffee ergibt – mit feiner Struktur und einer Leichtigkeit, die subtile Aromen erst richtig zur Geltung bringt.

Blumige und fruchtige Noten, wie man sie besonders bei ostafrikanischen Bohnen findet, stehen hier im Rampenlicht. Die Säure ist präsent, elegant und belebend: das Markenzeichen einer gut extrahierten Tasse.

Ich kenne ihn noch gut von meiner Oma und nutze ihn selber viel: Der Handfilter ist zurück – und er war nie wirklich weg.

Melitta Bentz legte 1908 den Grundstein, als sie kurzerhand ein Stück Löschpapier in einen Metallbehälter legte und damit die Filtertüte erfand. Was folgte, war eine der meistgenutzten Zubereitungsmethoden der Welt. Heute erlebt der Handfilter eine verdiente Renaissance, vor allem bei all jenen, die Kaffee nicht einfach konsumieren, sondern ihn bewusst zubereiten wollen.

Das manuelle Aufgießen gibt die Kontrolle zurück in die eigene Hand – Tempo, Wasserverteilung, Extraktionszeit.

Filterpapier kurz mit heißem Wasser ausspülen.

Kaffee einwiegen und erstmal einen kleinen Schuss Wasser zum Vorquellen aufgießen. 30 Sekunden warten.

Dann in gleichmäßigen, ruhigen Kreisbewegungen aufgießen – nie zu viel auf einmal.

Das hat schon fast etwas Meditatives für mich.

Das Wasser sollte 92–96 °C haben, die Gesamtbrühzeit liegt bei zwei bis drei Minuten.

Mahlgrad: Mittel bis mittel-fein

Vergleichbar mit feinem Meersalz, das man zwischen den Fingern spürt.

Menge: ca. 12–14 g Kaffee pro Tasse (200 ml) / 60–70 g pro Liter.

Bialetti/Herdkanne

Zubereitungsart Bialetti
Geschmack

Die Bialetti macht aus Kaffee etwas Kraftvolles, Direktes – fast Archaisches.

Der Druck, mit dem das Wasser durch das Pulver gedrückt wird, erzeugt einen intensiven, bittersüßen Charakter mit einem ausgeprägten Körper. Keine Crema, kein großes Theater. Dafür aber ein Aroma, das im Raum bleibt.

Röstaromen stehen im Vordergrund, dunkle Schokolade und ein leichter, erdiger Abgang runden das Profil ab: Genuss ohne Umwege.

Wer eine Bialetti auf dem Herd stehen hat, der besitzt ein Stück Kaffeegeschichte.

Alfonso Bialetti entwickelte den achteckigen Espressokocher 1933 – kompromisslos simpel, unverwüstlich und in seiner Funktion bis heute unerreicht.

Keine Crema wie beim Siebträger, aber ein intensives, kraftvolles Aroma, das direkt aus dem unteren Kammerdruck kommt. Knapp 300 Millionen verkaufte Exemplare sprechen für sich.

Wasser im Wasserkocher vorheizen – das schützt das Kaffeepulver vor übermäßiger Hitze und verhindert bittere Noten.

Wasser in den Unterteil bis zur Druckventil-Markierung einfüllen. Frisch gemahlenen Kaffee locker in den Siebkorb geben (nicht tampen). Kanne zusammenschrauben und bei mittlerer Hitze auf den Herd stellen. Deckel offen lassen und die Kanne beobachten. Sobald der Kaffee sprudelnd aufsteigt, vom Herd nehmen.

Mahlgrad: Mittel-fein

Feiner als für den Handfilter, gröber als für den Siebträger. Ähnlich wie Instantkaffee-Pulver, das zwischen den Fingern leicht haftet.

Menge: ca. 7–9 g pro Tasse.

Den Siebkorb locker befüllen, nie festdrücken.

French Press

Zubereitungsart French Press
Geschmack

Die French Press liefert das vollständigste Geschmacksbild, das eine Kaffeebohne abgeben kann.

Weil kein Papierfilter die natürlichen Öle zurückhält, landet alles in der Tasse: ein sattes, rundes Mundgefühl, deutliche Körperlichkeit und Aromen, die lange nachklingen.

Fruchtige Noten kommen klar durch, Schokolade wirkt tief und warm, und die Säure bleibt angenehm eingebunden.

Kein aufgeräumter, klarer Kaffee, sondern ein ehrlicher, charaktervoller.

Die French Press ist die ungekünsteltste Art, Kaffee zu trinken – und genau deshalb eine der ehrlichsten.

Erfunden in den 1920er Jahren und dann verfeinert von einem Italiener namens Attilio Calimani, hat sie sich über Jahrzehnte behauptet: keine Filter, keine Hilfsmittel, kein Kompromiss.

Der Kaffee kommt direkt ins Glas, zieht sein Aroma vollständig ins Wasser und bleibt mit allem, was er zu bieten hat, im Becher.

Das Ergebnis ist ein voller, körperreicher Kaffee mit samtiger Textur für alle, die wissen, was sie wollen.

Frisch gemahlenen Kaffee in die Presse geben und mit 94–96 °C heißem Wasser aufgießen.

Dann vier Minuten ziehen lassen.

Danach den Stempel langsam und gleichmäßig nach unten drücken. Ganz ohne Eile.

Sofort einschenken und genießen, damit der Kaffee nicht weiterextrahiert und bitter wird.

Mahlgrad: Grob

So wie frisch gemahlener schwarzer Pfeffer aus der Mühle.

Menge: ca. 15 g pro Tasse (250 ml)/60 g pro Liter.

Vollautomat

Zubereitungsart Vollautomat
Geschmack

Was der Vollautomat geschmacklich bringt, hängt unmittelbar von der Bohnenqualität und der Geräteeinstellung ab.

Bei richtiger Konfiguration entsteht ein ausgewogener, zugänglicher Kaffee mit angenehmer Crema, mildem Körper und einer gefälligen Aromatik: rund, unkompliziert, alltagstauglich.

Einfach ein Kaffee, der morgens keine Diskussionen braucht.

Mit einer hochwertigen Bohne holt der Vollautomat deutlich mehr raus, als viele ihm zutrauen.

Wer das Gerät einmal richtig eingestellt hat, hat eine Maschine, die verlässlich und wiederholbar arbeitet.

In den letzten zehn Jahren haben sich Vollautomaten massiv verbessert: frisches Mahlen, individuelle Brühgruppen, präzise Temperaturregelung. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Die Voraussetzung ist, dass man ihm eine gute Bohne gibt und auf die Härte vom Wasser achtet. Denn was hier rauskommt, ist immer nur so gut wie das, was reingeht.

Frische Bohnen einfüllen. Möglichst nur so viele, wie Du an einem Tag auch verbrauchst, da Kaffee an der Luft schnell altert.

Den Mahlgrad über die Maschine fein justieren.

Frisches Wasser einfüllen und auf die Härte achten: zu weiches Wasser führt oft zur Unterextraktion und damit saurem Kaffee – zu hartes Wasser ergibt meist einen bitteren Geschmack.

Die Maschine regelmäßig entkalken und reinigen, damit sie die korrekten Drücke und Wassermengen dosieren kann.

Das ist die Voraussetzung für gleichbleibende Qualität und einen garantierten Kaffeegenuss auf Knopfdruck.

Mahlgrad: Fein bis mittel

Die Maschine mahlt selbst, aber die Grundeinstellung sollte für Espresso auf fein, für Caffè Crema auf mittel-fein stehen. Als Referenz nimmt man gerne feinen Sand.

Menge: 7–9 g pro Espresso, ca. 11–13 g pro großem Kaffee

Je nach Maschineneinstellung.

Siebträger

Zubereitungsart Siebträger
Geschmack

Ein gut gezogener Espresso ist die pure Essenz: einfach alles, was die Bohne zu sagen hat, in 30 ml.

Die Crema (stark abhängig vom Robusta-Anteil der Bohnen) zeigt die erste Qualität: haselnussbraun, dicht, mit feinen Schlieren.

Darunter wartet ein Kaffee mit enormer Komplexität: Süße, die nicht erklärt werden muss, Bitterkeit, die nicht stört, und Säure, die Struktur gibt. Volumen und Intensität gleichzeitig.

Wer einmal in den Genuss gekommen ist, was ein präzise extrahierter Espresso aus einer herausragenden Bohne leisten kann, bleibt dem Bann der Siebträgermaschine treu.

Wer einen Siebträger benutzt, hat sich entschieden. Für Handwerk, für Präzision, für Leidenschaft. Kurz: für den Anspruch, das beste Ergebnis herauszuholen, das eine Kaffeebohne geben kann.

Luigi Bezzera legte 1901 den Grundstein mit dem ersten Patent, Achille Gaggia perfektionierte 1938 die Drucktechnik.

Seitdem ist die Crema das sichtbare Zeichen eines gut extrahierten Espressos. Der Siebträger verzeiht nichts: nicht den falschen Mahlgrad, nicht ein schlechtes Tamping, nicht mangelhafte Bohnenqualität, nicht zu hartes oder zu weiches Wasser.

Aber wer ihn beherrscht, wird mit einem Espresso belohnt, der seinesgleichen sucht.

Kaffeebohnen frisch mahlen – immer.

Das Kaffeepulver gleichmäßig in den Siebträger einfüllen und mit ruhigem, gleichmäßigem Druck tampen (ca. 15–20 kg).

Die Brühtemperatur liegt zwischen 88 und 94°C. Der Bezugsdruck bei ca. 9 bar.

Die ideale Extraktionszeit liegt bei 25–30 Sekunden für einen Doppio.

Wer eine Waage nutzt, arbeitet mit einem Verhältnis von 1:2 – aus 18 g Kaffeemehl werden rund 36 g flüssiger Espresso.

Mahlgrad: Sehr Fein

So wie feines Mehl, das beim Drücken zwischen den Fingern leicht zusammenbackt, aber nicht staubt.

Menge: ca. 8–10 g (Single)/16–20 g (Double)

Die Menge variiert leicht je nach Sorte und Röstgrad.

Zubereitungsarten
von Kaffee

Dein perfektes Kaffeeerlebnis hängt von einigen Einflussgrößen ab. Dazu zählen: Ursprung und Kaffeesorte, Röstgrad, Frische, Mahlgrad, Härtegrad des Wassers und dessen Temperatur, sowie die Zubereitungsart.

Hier stellen wir Dir fünf gängige Varianten etwas näher vor. 

Handfilter

Zubereitungsart Handfilter
Geschmack

Der Handfilter ist die klarste Art, Kaffee zu verstehen.

Das Papier filtert die Öle heraus, was einen sauberen, transparenten Kaffee ergibt – mit feiner Struktur und einer Leichtigkeit, die subtile Aromen erst richtig zur Geltung bringt.

Blumige und fruchtige Noten, wie man sie besonders bei ostafrikanischen Bohnen findet, stehen hier im Rampenlicht. Die Säure ist präsent, elegant und belebend: das Markenzeichen einer gut extrahierten Tasse.

Ich kenne ihn noch gut von meiner Oma und nutze ihn selber viel: Der Handfilter ist zurück – und er war nie wirklich weg.

Melitta Bentz legte 1908 den Grundstein, als sie kurzerhand ein Stück Löschpapier in einen Metallbehälter legte und damit die Filtertüte erfand. Was folgte, war eine der meistgenutzten Zubereitungsmethoden der Welt. Heute erlebt der Handfilter eine verdiente Renaissance, vor allem bei all jenen, die Kaffee nicht einfach konsumieren, sondern ihn bewusst zubereiten wollen.

Das manuelle Aufgießen gibt die Kontrolle zurück in die eigene Hand – Tempo, Wasserverteilung, Extraktionszeit.

Filterpapier kurz mit heißem Wasser ausspülen.

Kaffee einwiegen und erstmal einen kleinen Schuss Wasser zum Vorquellen aufgießen. 30 Sekunden warten.

Dann in gleichmäßigen, ruhigen Kreisbewegungen aufgießen – nie zu viel auf einmal.

Das hat schon fast etwas Meditatives für mich.

Das Wasser sollte 92–96 °C haben, die Gesamtbrühzeit liegt bei zwei bis drei Minuten.

Mahlgrad: Mittel bis mittel-fein

Vergleichbar mit feinem Meersalz, das man zwischen den Fingern spürt.

Menge: ca. 12–14 g Kaffee pro Tasse (200 ml) / 60–70 g pro Liter.

Bialetti/Herdkanne

Zubereitungsart Bialetti
Geschmack

Die Bialetti macht aus Kaffee etwas Kraftvolles, Direktes – fast Archaisches.

Der Druck, mit dem das Wasser durch das Pulver gedrückt wird, erzeugt einen intensiven, bittersüßen Charakter mit einem ausgeprägten Körper. Keine Crema, kein großes Theater. Dafür aber ein Aroma, das im Raum bleibt.

Röstaromen stehen im Vordergrund, dunkle Schokolade und ein leichter, erdiger Abgang runden das Profil ab: Genuss ohne Umwege.

Wer eine Bialetti auf dem Herd stehen hat, der besitzt ein Stück Kaffeegeschichte.

Alfonso Bialetti entwickelte den achteckigen Espressokocher 1933 – kompromisslos simpel, unverwüstlich und in seiner Funktion bis heute unerreicht.

Keine Crema wie beim Siebträger, aber ein intensives, kraftvolles Aroma, das direkt aus dem unteren Kammerdruck kommt. Knapp 300 Millionen verkaufte Exemplare sprechen für sich.

Wasser im Wasserkocher vorheizen – das schützt das Kaffeepulver vor übermäßiger Hitze und verhindert bittere Noten.

Wasser in den Unterteil bis zur Druckventil-Markierung einfüllen. Frisch gemahlenen Kaffee locker in den Siebkorb geben (nicht tampen). Kanne zusammenschrauben und bei mittlerer Hitze auf den Herd stellen. Deckel offen lassen und die Kanne beobachten. Sobald der Kaffee sprudelnd aufsteigt, vom Herd nehmen.

Mahlgrad: Mittel-fein

Feiner als für den Handfilter, gröber als für den Siebträger. Ähnlich wie Instantkaffee-Pulver, das zwischen den Fingern leicht haftet.

Menge: ca. 7–9 g pro Tasse.

Den Siebkorb locker befüllen, nie festdrücken.

French Press

Zubereitungsart French Press
Geschmack

Die French Press liefert das vollständigste Geschmacksbild, das eine Kaffeebohne abgeben kann.

Weil kein Papierfilter die natürlichen Öle zurückhält, landet alles in der Tasse: ein sattes, rundes Mundgefühl, deutliche Körperlichkeit und Aromen, die lange nachklingen.

Fruchtige Noten kommen klar durch, Schokolade wirkt tief und warm, und die Säure bleibt angenehm eingebunden.

Kein aufgeräumter, klarer Kaffee, sondern ein ehrlicher, charaktervoller.

Die French Press ist die ungekünsteltste Art, Kaffee zu trinken – und genau deshalb eine der ehrlichsten.

Erfunden in den 1920er Jahren und dann verfeinert von einem Italiener namens Attilio Calimani, hat sie sich über Jahrzehnte behauptet: keine Filter, keine Hilfsmittel, kein Kompromiss.

Der Kaffee kommt direkt ins Glas, zieht sein Aroma vollständig ins Wasser und bleibt mit allem, was er zu bieten hat, im Becher.

Das Ergebnis ist ein voller, körperreicher Kaffee mit samtiger Textur für alle, die wissen, was sie wollen.

Frisch gemahlenen Kaffee in die Presse geben und mit 94–96 °C heißem Wasser aufgießen.

Dann vier Minuten ziehen lassen.

Danach den Stempel langsam und gleichmäßig nach unten drücken. Ganz ohne Eile.

Sofort einschenken und genießen, damit der Kaffee nicht weiterextrahiert und bitter wird.

Mahlgrad: Grob

So wie frisch gemahlener schwarzer Pfeffer aus der Mühle.

Menge: ca. 15 g pro Tasse (250 ml)/60 g pro Liter.

Vollautomat

Zubereitungsart Vollautomat
Geschmack

Was der Vollautomat geschmacklich bringt, hängt unmittelbar von der Bohnenqualität und der Geräteeinstellung ab.

Bei richtiger Konfiguration entsteht ein ausgewogener, zugänglicher Kaffee mit angenehmer Crema, mildem Körper und einer gefälligen Aromatik: rund, unkompliziert, alltagstauglich.

Einfach ein Kaffee, der morgens keine Diskussionen braucht.

Mit einer hochwertigen Bohne holt der Vollautomat deutlich mehr raus, als viele ihm zutrauen.

Wer das Gerät einmal richtig eingestellt hat, hat eine Maschine, die verlässlich und wiederholbar arbeitet.

In den letzten zehn Jahren haben sich Vollautomaten massiv verbessert: frisches Mahlen, individuelle Brühgruppen, präzise Temperaturregelung. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Die Voraussetzung ist, dass man ihm eine gute Bohne gibt und auf die Härte vom Wasser achtet. Denn was hier rauskommt, ist immer nur so gut wie das, was reingeht.

Frische Bohnen einfüllen. Möglichst nur so viele, wie Du an einem Tag auch verbrauchst, da Kaffee an der Luft schnell altert.

Den Mahlgrad über die Maschine fein justieren.

Frisches Wasser einfüllen und auf die Härte achten: zu weiches Wasser führt oft zur Unterextraktion und damit saurem Kaffee – zu hartes Wasser ergibt meist einen bitteren Geschmack.

Die Maschine regelmäßig entkalken und reinigen, damit sie die korrekten Drücke und Wassermengen dosieren kann.

Das ist die Voraussetzung für gleichbleibende Qualität und einen garantierten Kaffeegenuss auf Knopfdruck.

Mahlgrad: Fein bis mittel

Die Maschine mahlt selbst, aber die Grundeinstellung sollte für Espresso auf fein, für Caffè Crema auf mittel-fein stehen. Als Referenz nimmt man gerne feinen Sand.

Menge: 7–9 g pro Espresso, ca. 11–13 g pro großem Kaffee

Je nach Maschineneinstellung.

Siebträger

Zubereitungsart Siebträger
Geschmack

Ein gut gezogener Espresso ist die pure Essenz: einfach alles, was die Bohne zu sagen hat, in 30 ml.

Die Crema (stark abhängig vom Robusta-Anteil der Bohnen) zeigt die erste Qualität: haselnussbraun, dicht, mit feinen Schlieren.

Darunter wartet ein Kaffee mit enormer Komplexität: Süße, die nicht erklärt werden muss, Bitterkeit, die nicht stört, und Säure, die Struktur gibt. Volumen und Intensität gleichzeitig.

Wer einmal in den Genuss gekommen ist, was ein präzise extrahierter Espresso aus einer herausragenden Bohne leisten kann, bleibt dem Bann der Siebträgermaschine treu.

Wer einen Siebträger benutzt, hat sich entschieden. Für Handwerk, für Präzision, für Leidenschaft. Kurz: für den Anspruch, das beste Ergebnis herauszuholen, das eine Kaffeebohne geben kann.

Luigi Bezzera legte 1901 den Grundstein mit dem ersten Patent, Achille Gaggia perfektionierte 1938 die Drucktechnik.

Seitdem ist die Crema das sichtbare Zeichen eines gut extrahierten Espressos. Der Siebträger verzeiht nichts: nicht den falschen Mahlgrad, nicht ein schlechtes Tamping, nicht mangelhafte Bohnenqualität, nicht zu hartes oder zu weiches Wasser.

Aber wer ihn beherrscht, wird mit einem Espresso belohnt, der seinesgleichen sucht.

Kaffeebohnen frisch mahlen – immer.

Das Kaffeepulver gleichmäßig in den Siebträger einfüllen und mit ruhigem, gleichmäßigem Druck tampen (ca. 15–20 kg).

Die Brühtemperatur liegt zwischen 88 und 94°C. Der Bezugsdruck bei ca. 9 bar.

Die ideale Extraktionszeit liegt bei 25–30 Sekunden für einen Doppio.

Wer eine Waage nutzt, arbeitet mit einem Verhältnis von 1:2 – aus 18 g Kaffeemehl werden rund 36 g flüssiger Espresso.

Mahlgrad: Sehr Fein

So wie feines Mehl, das beim Drücken zwischen den Fingern leicht zusammenbackt, aber nicht staubt.

Menge: ca. 8–10 g (Single)/16–20 g (Double)

Die Menge variiert leicht je nach Sorte und Röstgrad.